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Ralph Voltz über sich:



kurze Geschichte:

Zeichnen und Malen tue ich solange ich zurückdenken kann. Im Alter von etwa 11/12 habe ich dann auch Privatstunden genommen, in der Nachbarschaft mit anderen Kindern. Ich sah mich nie als mehr talentiert an als der Durchschnittsschüler. In der 7. Klasse hatte ich eine 4 in Kunst. (Danach aber nur noch 1-er) Ich hab's einfach immer nur gerne gemacht und irgendwann hat es sich dann automatisch gelohnt.

Als ich knapp 14 war, hat mich mein Vater für die LKS einen Cartoon zeichnen lassen . (Heft No. 1161). Ich mußte ihn vier- oder fünfmal zeichnen bis er zufrieden war. Heute glaube ich, daß es 5 Versuche zu wenig waren. Damals war ich stolz drauf... und frustriert, daß ein "Art Director" so anspruchsvoll sein kann.

Einen großen Schritt tat ich als ich nach Melbourne umzog. Meine Mutter heiratete nach dem Tod meines Vaters Klaus Mahn (Kurt Mahr), der in Florida wohnte. Das gab mir die Wahl zwischen USA und Deutschland. Mein Bruder und ich entschieden uns beide für das Ausland. Er ist mittlerweile Ami geworden. Die "Commercial Art" Klasse in der Melbourne High School, in die ich als letzter Schüler noch gekommen bin bevor sie voll war, half mir damals sehr, und wies mir die Richtung. Dort wurde mir bewußt, daß man mit Kunst eine Karriere machen kann. Der Lehrer, Mr. Ostlund, war sehr gut und hat mir viel beigebracht. Zum Beispiel das Malen mit Acryl und Öl.

Das führte dazu, daß ich ein Stipendium zum Savannah College of A&D bekam. Ich war sehr überrascht als ich mich unter der Studentenmasse hervortat, obwohl ich jetzt viel öfter dran erinnert wurde wie "schlecht" ich noch war. Beim Abschluß bekam ich die Auszeichnung "Outstanding Student in Illustration". Ein zweites Stipendium für zwei weitere Jahre nahm ich auch an. Das wiederrum führte dazu, daß ich nach dem zweiten Abschluß am College unterrichten konnte. Den Job als Fußballtrainer nahm ich gleichzeitig an. (Viele Fußballtrainer in den USA sind Auslaender, wen wundert's). Nach drei Herbstsemester habe ich den Job letztes Jahr dort aufgehört um mich ganz auf Illustration zu konzentrieren. Jetzt wohne ich mit meiner Verlobten, Laura MacLean, in Charlotte, North Carolina.

Den ersten Auftrag vom Heyne Verlag bekam ich 1992, nachdem ich Wolfgang Jeschke Kopien meiner Bilder schickte. Neuerdings male ich auch Bilder für den HJ Bernt Verlag.

über's Malen:

Ich male jetzt hauptsächlich mit Acrylfarben. Früher auch mehr mit Öl, aber die schnellere Trockenzeit bei Acryl überzeugte mich. Acryl riecht außerdem nicht so schlecht und ist leicht sauber zu halten. Das Auftragen der Farben geschieht bei mir in vielen, dünneren Schichten, mit viel Wasser. Im Verlaufe der Entstehung eines Bildes werden die Pinsel feiner, um Details zu zeichnen, die Farben heller und auch etwas dicker. Airbrush benutze ich nur ungerne auch wenn es das Leben oft sehr erleichtert. Meistens benutze ich ihn für den Hintergrund.

Die PR Titelbilder sind im Original etwa 27cm x 39cm, also nicht sehr groß. Die riesen Leinwände liegen mir nicht besonders. Es dauert ungefähr vier Tage ein Bild zu malen. Manchmal geht es schneller und manchmal ist es ein richtiger Kampf etwas gescheites auf die Beine zu stellen. Dann kann es auch eine Woche dauern.

Vorbilder habe ich viele. Mein Vater sammelte früher schon sf/fantasy Kunstbücher, die ich dann irgendwann entdeckte. Die Sammlung steht heute bei mir im Regal, und ab und zu ergänze ich sie. Das letzte Buch war "The Art of Michael Whelan". Andere Favoriten sind John Berkey. Im nicht-sf Bereich: Frederic Remington, N.C. Wyeth, Richard Estes, John Singer Sargent, Brad Holland...


Weitergehende Informationen gibt es bei:
der Light-Edition oder bei:
http://members.aol.com/macvoltz97/home.html   oder bei:
http://www.hyenaproductions.com/voltz.htm