| Faszination Science Fiction von Dr. Robert Hector |
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1953 fand am City College von New York ein zwölfwöchiger Abendkurs mit dem Titel "Science Fiction Writing" statt, der sich mit allen Aspekten dieses Genres auseinandersetzte. Die Veranstaltung wurde organisiert von Sam Moskowitz und Robert Frazier, Gäste waren Asimov, Budrys, Campbell, del Rey, Heinlein, Leinster, Sheckley und andere.
1957 arrangierten drei Chicagoer Fans eine Reihe von Vorlesungen an der Universität von Chicago, die von Bester, Bloch, Heinlein und Kornbluth gehalten wurden.
1962 fand ein Kurs an der Colgate University unter Leitung von Mark Hillegas statt, der sich mit literarischen Qualitäten und Sozialkritik im Bereich der SF beschäftigte.
In den 70er Jahren nahm die Zahl solcher Kurse schnell zu, und vor allem bei High-School-Studenten wurden SF-Studien sehr populär.
Beliebt waren auch Workshops, in denen das Schreiben von SF gelehrt wurde, etwa Damon Knight`s "Milford Science Fiction Writers Workshop".
Science Fiction wird nicht nur gelehrt, sondern auch erforscht und kritisiert. Die ersten Forschungen in diesem Genre wurden von Fans durchgeführt, die Bibliographien zusammenstellten und Magazinindexes erstellten. Diese Amateurproduktionen waren eine unschätzbare Hilfe für spätere wissenschaftliche Arbeiten.
Phantastische Reisen des 18. Jahrhunderts hatte Philip B. Grove`s "The Imaginary Voyage in Prose Fiction" (1941) zum Thema; Utopien und Dystopien untersuchte Mark Hillegas "The Future as Nightmare" (1969).
Den ersten größeren historischen Überblick über das Genre gab J.O. Bailey`s "Pilgrims through Space and Time" (1947). 1953 gab Reginald Bretnor die Essaysammlung "Modern Science Fiction" heraus, Damon Knight publizierte 1956 "In Search of Wonder", eine Sammlung von kritischen Besprechungen.
Einen historischen und thematischen Überblick über das Genre verfaßte der Astronom Patrick Moore mit "Science and Fiction" (1957), die sozialen Aspekte der SF betonte Kingsley Amis mit "New Maps of Hell" (1960). Bedeutend auch James Blish`s kritische Anmerkungen in "The Issue at Hand" (1964) und "More Issues at Hand" (1970).
Mit einzelnen Autoren beschäftigte sich Sam Moskowitz in "Explorers of the Infinite" (1963) und "Seekers of Tomorrow" (1966). 1971 erschien Donald Wollheim`s "The Universe Makers". 1973 kam Brian Aldiss` historischer Überblick "Billion Year Spree" heraus (1986 als "Trillion Year Spree neu aufgelegt und erweitert). David Kyles veröffentlichte 1976 das buntbebilderte Werk "A Pictoral History of Science Fiction", im gleichen Jahr erschien Brian Ash`s "Who is who in Science Fiction". Ähnlich aufgemacht war Donald Tuck`s "Encyclopedia of Science Fiction and Fantasy"; einen Themenüberblick sowie eine Medienanalyse enthielt Brian Ash`s "The Visual Encyclopedia of Science Fiction" (1977).
Als "Bibel für SF-Fans" bezeichnete Isaac Asimov die "Encyclopedia of Sience Fiction" (1979) von Peter Nicholls, welche 1993 in einer erweiterten Fassung erschien (Peter Nicholls und John Clute). 1988 erschien "The new Encyclopedia of Science Fiction" von James Gunn, ein lexikalisches Werk, welches durch Essays bekannter Autoren und Bilder angereichert ist. 1995 gab John Clute das reichbebilderte Buch "Science Fiction - The illustrated Encyclopedia" heraus.
Die wichtigsten Fachzeitschriften sind "Extrapolation", "Foundation" und "Science Fiction Studies", die unter Akademikern, Lehrern, Autoren und Kritikern kursieren. Sie sind allerdings eher für das akademische Umfeld und weniger für Fans geschrieben. Das bekannteste SF-Nachrichtenmagazin ist "Locus".
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